Filmmatinee: „Maria Pawlowna. Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach“


Sonntag, 11 Uhr

Ort: Bachsaal im Residenzschloss Altenburg (Schloss 2-4, 04600 Altenburg)

Eine Kooperation mit dem Altenburger Schlossverein e. V.

Vladimir Borovikovsky: Porträt der Großherzogin Maria Pawlowna

Maria Pawlowna (1786-1859) heiratete 1804 den Erzherzog Carl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach. Ihr Leben ist mehr als einen Film wert, denn sie verkörpert deutsch-russische Familie, deutsch-russisch-orthodoxe Religion, eine tiefe Freundschaft mit Johann Wolfgang von Goethe und ein soziales, ökonomisches und kulturelles Engagement für ihr Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach.

Dazwischen lag ihre Flucht 1806 aus Weimar vor den napoleonischen Truppen – doch nach ihrem Aufenthalt auf dem Wiener Kongress 1814/1815 setzte sie in Weimar ihr Lebenswerk fort als Wohltäterin für die Armen, als große Mäzenatin für Kunst und Wissenschaft. Mit ihr verbindet sich das Silberne Zeitalter von Weimar, ein europäischer Ort für Literatur, Bildende Kunst, eine Symbiose für Musik durch Franz Listz, Richard Wagner, Peter Cornelius, Hector Berlioz und Johann Nepomuk Hummel – selbst eine achtenswerte Komponistin hat Maria Pawlowna – zusammen mit allen humanistischen Persönlichkeiten in ihrer Regierungszeit –Weimar zu einem Ort der Weltkultur erhöht.

Der 20024 für den MDR produzierte Dokumentarfilm „Großherzogin Maria Pawlowna von Sachsen-Weimar-Eisenach“ wirft viele Fragen nach dem Verhältnis über Weimar und Russland auf. Nach Einschätzung des Filmproduzenten Eberhard Görner gibt er aber auch Antworten.

In der Filmmatinee ist Eberhard Görner zu Gast und ergänzt die Filmvorführung mit besonderem Fokus auf das freundschaftliche Verhältnis der Großherzogin Pawlowna zu zu Johann Wolfgang von Goethe.

Eberhard Görner (Foto: privat)

Eberhard Görner wurde 1944 in Niederwürschnitz/Erzgebirge geboren. Nach einem Facharbeiterabschluss als Dreher in Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz), studierte er Germanistik und Geschichte in Leipzig. Später absolvierte er ein Studium für Regie und Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg.

Ab 1970 war er Mitbegründer, Dramaturg und Autor der Reihe Polizeiruf 110 im Fernsehen der DDR. Als Drehbuchautor für Verfilmungen nach Literatur von Stephan Hermlin, Christa Wolf und Thomas Mann erhielt Eberhard Görner nationale wie internationale Auszeichnungen. Seit 2005 ist Eberhard Görner Mitglied der Deutschen Filmakademie. 1998 zum Honorarprofessor berufen, lehrt er bis heute an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden „Bewegtbildmedien“.

Eintritt

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